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Jesus, die Frohnatur. [Lukas 3+4]

Aktualisiert: 26. März 2021


Wenn man sich Darstellungen von Jesus anschaut, dann begegnet einem selten ein lachender Jesus. Anders als auf unseren Smartphones gibt es keine bunte Sammlung grinsender Selfies von Jesus und leider auch keine Beschreibung, wie er genau aussah. Auf den unzähligen Kunstwerken, die von ihm über die Jahrhunderte angefertigt wurden, guckt Jesus irgendwie meisten mild-freundlich oder leidend, aber selten lacht er. Das überrascht ein bisschen, da Jesus an so mancher Stelle in der Bibel humorvoll ist, die ein oder andere ironische Spitze zeigt und ein Mensch war, mit dem man gerne Zeit verbrachte. Jesus ist zwar allem Anschein nach definitiv kein Clown gewesen, aber mit Sicherheit auch kein Spaßverderber. Jesus tanzte, lachte, war ein Mensch voll Freude, den man gerne um sich hatte. Aus den jungen Jahren von Jesus wissen wir kaum etwas. Aus seinen 20ern ist uns nichts überliefert und seine Jugendzeit fasst das Lukasevangelium in einer einzigen Erzählung und einer knappen Aussage zusammen:

„Jesus nahm weiter zu an Weisheit und wuchs zu einem jungen Mann heran. Gottes Gnade war mit ihm und die Menschen hatten Freude an ihm.“ [Lukas 2,52]

Die Menschen hatten Freude an ihm. Das Wort, das hier für Freude verwendet wird, kann auch mit Gnade, Wohlgefallen oder Vergnügen übersetzt werden. Jesus war kein seltsamer, ernster Mensch, sondern hinterließ in seinen Begegnungen Freude. Er wurde geachtet, war integer und authentisch. Und gleichzeitig war er mehr als nur ein angenehmer Zeitgenosse, der einen netten Eindruck hinterließ. Als Jesus im Alter von 30 Jahren bekannter wird und vom Niemand aus Nazareth zu einem Namen kommt, stellt Gott sich zu ihm. Bei der Taufe von Jesus passiert etwas Erlebbares, was die Anwesenden in Staunen versetzt. Eine hörbare Stimme bestätigt, was man in der persönlichen Begegnung mit Jesus vielleicht spürte und doch nicht so recht in Worte kleiden konnte:

„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude.“ [Lukas 3,22]

An dir habe ich Freude, sagt Gott über ihn. So wie du bist, Jesus, genau so, kommen wir zu dem gemeinsamen Ziel. Jesus, ein Mensch, der bei Menschen und Gott Freude auslöst.

Wer keine Freude an Jesus hat? Richtig, der Satan. In Kapitel 4 wird erzählt, dass Jesus eine Zeit der Entbehrung und Herausforderung übersteht und sein Kontrahent beißt sich an Jesus mit all seinen Angeboten die Zähne aus. Jesus hat klar, wer er ist, wer Gott ist und auf welchem Weg Gott zu seinem Ziel kommen wird:

„Er hat mich gesandt mit dem Auftrag den Armen gute Botschaft zu bringen, den Gefangenen zu verkünden, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen werden, den Unterdrückten die Freiheit zu bringen und ein Jahr der Gnade des Herrn auszurufen.“ [Lukas 4,18-19]

Das wird nicht mithilfe dubioser Mittel passieren, und auch nicht mit bequemen Abkürzungen oder gewaltige Machtdemonstrationen. Gott wird anders zum Ziel kommen.


Denn die Freude, die Menschen bei Jesus zu dem Zeitpunkt empfanden, war nur ein flüchtiger Blick auf eine Freude, die allen Menschen einmal offenstehen würde.


Und es ist eine Freude, die dir gilt.


Fragen zu Kapitel 3+4 :

Wie reagieren die Menschen auf Jesus?

Was sind Begegnungen in deinem Leben, die Freude auslösen?

Wie sieht es für dich aus, ein Mensch zu werden, der Freude ausstrahlt?

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