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Kapitel 12: Unterschiedlich begabt.

Aktualisiert: 26. März 2021


Vielfalt in der Kirche ist gut und erwünscht. Es soll gar nicht so sein, dass sich nur Gleichgesinnte zusammenfinden, alle den gleichen Style tragen, ähnliche Leben leben oder das Gleiche können. Menschen sind unterschiedlich und es geht nicht darum alle gleichzumachen. Es geht darum, dass wir unsere unterschiedlichen Gaben erkennen und anerkennen – bei uns selbst und bei anderen.

Unterschiedlich begabt.

„Es gibt verschiedene Gaben, es gibt verschiedene Dienste, es gibt verschiedene Kräfte.“ [V. 4-6]

Paulus schreibt den Korinthern, dass die Streitigkeiten unter ihnen vielfach daher rühren, dass sie sich in ziellose Vergleiche stellen. Paulus entlarvt das als wenig hilfreich, denn Menschen sind auf so verschiedene Art und Weise beschaffen und begabt, sodass es gar nicht sinnvoll ist sich selbst und andere zu vergleichen. Wo liegt der Sinn dahinter Ohren und Augen zu vergleichen, sind sie doch beide für ihre Aufgabe unersetzlich. Die Kirche mit einen Körper zu vergleichen malt uns vor Augen, welche Ziele Gott für die Kirche hat.


Gaben sind kein Selbstzweck. Es geht nicht um die eigene Darstellung oder Ehre, die man dafür erhält. Paulus schreibt „Es geht immer um den Nutzen der Gemeinde.“ [V. 7] Diene mit der Gabe, die du erhalten hast. Sie ist ein einzigartiges Geschenk, Menschen zu segnen und das erhaltene Geschenk zu multiplizieren.


Gaben sind nicht besser oder schlechter, genauso wenig wie Körperteile in wichtig oder unwichtig unterteilt werden können. Selbst da wo manche Gaben herausstechen oder als besonders auftauchen, erinnert dieses Kapitel an eine wichtige Perspektive Gottes: „Gott selbst, der die verschiedenen Teile des Körpers zusammengefügt hat, hat dem, was unscheinbar ist, eine besondere Würde verliehen.“ [V.24]


Gaben verbinden uns. „Vielmehr soll das gemeinsame Anliegen aller Teile sein, füreinander zu sorgen.“ [V. 25] Es ist eine hoffnungsvolle Perspektive, dass wir doch zusammengehören. Wenn jemand etwas richtig gut kann, heißt das nicht, dass ich neidisch sein oder mich vergleichen muss. Es darf für mich ein Grund der Freude sein, ein Grund Danke zu sagen und ein Grund Stolz auf meine Schwestern und Brüder zu sein.

Unterschiedlichkeit auszuhalten und sogar wertzuschätzen und zu feiern fordert heraus. Damals wie heute. Paulus lenkt unseren Fokus auf das, was zählt. In all unserer Vielfalt und Unterschiedlichkeit folgen wir doch einem Herrn, Jesus. Er bleibt der eine Gott, der uns stärkt, befähigt und ermutigt einander zu dienen.


FRAGEN

Was sind deine Stärken und deine Gaben?


Wo setzt du sie ein?


Was heißt es für Kirche „wenn ein Teil leide, leiden alle anderen mit, und wenn ein Teil geehrt wird, ist das auch für alle anderen ein Anlass zur Freude.“ [V.26]?


Welchen Blick hast du auf die Gaben anderer? Siehst du herab oder hinauf? Warum sind beide Blickrichtungen nicht hilfreich?


Wie gehst du mit Vergleichen um?

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