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  • Autorenbildfraeulein_franzi

Ich durch euch und ihr durch mich. [Römer 1,8-15]

Aktualisiert: 26. März 2021

Manchmal wirkt Paulus wie aus einer anderen Welt. Unermüdlich setzt er sich für die Sache Gottes ein und erlebt dabei so viel Ärger und Anfeindung, Anklage und Enttäuschung. Sein Leben war sauanstrengend und man könnte es doch allzu menschlich nachvollziehen, hätte Paulus irgendwann alles hingeschmissen und sich einen entspannten Lebensabend gegönnt. Ich weiß nicht, wieviel ich davon mitgemacht hätte. Zum einen ist seine Ausdauer echt bewundernswert und erinnert mich daran, dass ich nicht aufgeben möchte, wenn es schwer wird. Und zum anderen bekomme ich manchmal den Eindruck, dass der große Apostel Paulus in seiner Leidenschaft und seinem Einsatz den normalen Menschen wie mich komplett abhängt und sein Vorbild für mich in die wenig greifbare Ferne rückt. Doch in Abschnitten wie heute bekommen wir auch einen Einblick in seine Sehnsucht. Eine Sehnsucht, die wir vielleicht gerade in der jetzigen Zeit allzu gut nachvollziehen können. Eine Sehnsucht nach Gemeinschaft. Paulus war wie jeder andere darauf angewiesen, dass er ermutigt wird. Er war weder ein Einzelkämpfer, noch war sein Glaube ein Selbstläufer. Glaube braucht den Glauben des Anderen. Die Stärke und Ermutigung, die Menschen sich gegenseitig verleihen. Paulus schreibt über seine Hoffnung: „damit wir, wenn ich bei euch bin, durch unseren Glauben gegenseitig ermutigt werden – ich durch euch und ihr durch mich.“ (V.12) Ich brauche dich, denn deine Worte der Ermutigung sind so viel stärker und so viel klarer als die Zweifel meines Herzens. Und du brauchst mich. Es ist die Schönheit und die Stärke des Zuspruchs und des gegenseitigen Anfeuerns. Du schaffst das. Gib nicht auf. Du bist stärker als du denkst. Du bist geliebt. Du bist berufen. Paulus musste das damals hören und wir müssen das heute auch hören.


Kannst du um Ermutigung bitten, wenn du sie brauchst?


Was musst du heute hören?

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