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  • Autorenbildfraeulein_franzi

Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn.

Aktualisiert: 24. März 2021



Wer mich kennt, weiß dass meine Jahresreflektionen für mich ein wichtiges Ding sind. Vielleicht keine heilige Kuh, aber schon sehr nah dran. Meine Freunde nehmen seit Jahren großzügig in Kauf (dafür an dieser Stelle auch mal ein Danke), dass ich mir im Silvesterurlaub einen Tag Zeit dafür nehme und mich für dieses wiederkehrende Ritual zurückziehe. Ich schaue bewusst zurück – gehe die Bilder und Whatsappverläufe auf meinem Handy durch und laufe ein letztes Mal durch die einzelnen Monate, die Erlebnisse und Erfahrungen, die guten und schweren Momente des zurückliegenden Jahres. Dabei muss ich oft lächeln, weil mir schöne Dinge einfallen, manchmal fließt auch eine Träne. Ich krame meine Ziele für das Jahr hervor und zeichne nach, wie ich mich verändert haben. Welche Erfahrung hat mich geprägt, welche Momente und Personen sind mir wichtig geworden? Ich habe gemerkt, dass es mir hilft mich innerlich zu sortieren und aufzuräumen, aber auch ermöglicht Momente zu feiern und sie dann zu archivieren, damit neue Luft in Kopf und Herz entsteht. Ich mache es aber deshalb so unheimlich gern, weil es mich dankbar stimmt und ich immer ins Staunen gerate, wenn ich mir dafür Zeit einräume. Am Ende des Jahres lande ich damit vor Gott – mit meinem Staunen, mit meiner Hoffnung, meinen Ängsten und meinen vollen Händen. Ich lasse los, erlebe Freiheit, schmiede Pläne und träume von dem Neuen. Denn nach dem Rückblick geht der Blick nach vorne. Wohin will ich dieses Jahr? Wer will ich sein? Was will ich anders machen als im vergangenen Jahr? Ich formuliere motivierende Ziele und werde dabei ganz kribbelig vor lauter Vorfreude auf die vielen leeren Seiten des noch zu entdeckenden Jahres. Ich liebe die Tatsache, dass Gott ein Gott für Neuanfänge ist. Er ist nicht nicht kritisierend, motzend und blickt unzufrieden nach hinten, schenkt sondern neue Morgende, neue Woche und neue Jahre. Für manche willkürliche Übergänge, für mich die Chance der Neuanfänge. Sie stehen für Aufbruch und Hoffnung. Hoffnung, es erneut zu probieren, wieder aufzustehen und weiterzukommen. Gott spricht „Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.“ ( Jesaja 43: 18-19, LUT) Für mich liegt in dem Übergang in ein neues Jahr ein Zauber, der mir verheißungsvoll zuzwinkert und mich vergnügt stimmt.


Ich finde den Blich nach hinten nicht nur leicht. Da gibt’s Momente und Erlebnisse, an die ich mich nicht gerne erinnern will. Es gibt Schmerzen, durch die ich nicht erneut durch möchte. Gefühle, deren einmaliges Erleben genug war. Vielleicht fragt man sich auch, ob das was bringt, da man die Vergangenheit nicht ändern kann. Und es ist wahr, ein Blick zurück kann nicht ungeschehen machen, was passiert ist und es ist auch nicht Ziel der Sache, dass ich rückblickend einen beschönigenden Blick auf mein Erleben werfe. Doch gerade für die schwierigen Dingen, die Konflikten und Wirrungen dieses Jahres hilft mir das bewusste Innehalten, ein letztes Mal Hinschauen mit der Frage, was ich bewusst zurücklassen und was mitnehmen will. Was habe ich gelernt und was will ich anders machen?


Jahresreflektionen sind für mich kein Selbstzweck, sondern eine Hilfe bewusst hinzuschauen und sich bewusst neu ausrichten zu können. Ich habe in den vergangenen Jahren dieses Material zusammengestellt, damit es eine Hilfe ist. Für mich und für andere. Es ist nicht gedacht, dass man es streng abarbeitet, sondern soll inspirieren und einladen, einen Blick zurück zu werfen und einen Blick nach vorne zu werfen. Und beim Innehalten das Hier und Jetzt zu feiern.


Hier findest du den Link zur PDF „Jahresreflektion“


Mein Wunsch ist es, dass es dich inspiriert und segnet.

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