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Bleib bei dir. [Römer 14]

Aktualisiert: 26. März 2021


Paulus hat uns in den letzten Kapiteln dazu aufgefordert, dass wir uns ganz von Gott bestimmen lassen. Wir sollen die Welt mit einem veränderten Herzen und mit einem weiten Blick wahrnehmen und lieben.

Sich von Gott bestimmen lassen bedeutet aber keine Gleichschaltung, sondern äußert sich in vielfältigen Ausdrücken. Wenn Menschen ihr Leben für Gott leben und Jesus nachfolgen, führt das nicht zu einer Gleichheit, sondern zu einer Verschiedenheit, die zur Einheit berufen ist. Verschiedenheit fordert den Menschen schon immer heraus, denn es scheint sein Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle zu irritieren. Wir vergleichen, verurteilen und stellen in Frage, ob nun der andere oder ich im Recht sind.


Wir werden zum Richter, indem wir uns zu den kleinsten Entscheidungen der anderen eine Meinung bilden. Einschätzen, abwägen und für uns sortieren. Das führt dazu, dass ich in der Bewertung entweder besser oder schlechter abschneide – entweder komme ich zu dem Schluss, dass „ich mich Gott sei Dank nicht so kleinlich verhalte“ oder ich frage mich „ob ich nicht doch bisschen mehr sein sollte wie die anderen“.


Entweder kreisen wir um den Anderen, in dem wir ihn oder uns selbst abwerten. Paulus möchte diese Dynamik aufbrechen, in dem er sagt: Hey, das ist nicht die richtige Baustelle, denn „Gott hat ihn doch genauso angenommen wie dich.“ V.3


Wir sollen uns nicht die Freude und den Fokus rauben lassen, indem wir uns am Leben der anderen aufreiben und abarbeiten. Die Beurteilung von „Wie jemand anders Jesus nachfolgt“ liegt nicht in deiner Verantwortung. Es ist nicht die Front, an der du Energie investieren sollst.


Daher bleib bei dir. Bleib bei dem, was du tun kannst. Bleib bei dir. Beginn bei dir und gehe von da aus los. Bleib bei dir und bei dem, was du tun kannst.


Lass dich von Gott bestimmen als der, der du bist.


Paulus fordert uns auf, dass wir im Hinblick auf Menschen, die ebenfalls Jesus nachfolgen nicht unnötige Vergleiche anstellen, sondern fragen, wie wir Menschen in ihrem Glauben fördern, ermutigen und Barrieren für sie ausräumen?


Wo und wie können wir uns einbringen, dass Friede hergestellt wird und Menschen im Glauben aufblühen können? (V.19)

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