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  • Autorenbildfraeulein_franzi

2 Kor 10: Einzelgängerkirche.

Aktualisiert: 26. März 2021


„Wenn jemand überzeugt ist, zu Christus zu gehören, dann soll er sich auch klar machen, dass nicht nur er zu Christus gehört, sondern genauso auch wir.“ [V.7]

Paulus musste sich in Korinth ganz schön viel anhören. Die Kirche, die er einst gegründet hatte, fiel ihm den Rücken. Menschen, in die er investiert hatte, redeten ihn schlecht. Glaubende, für die er ein geistliches Vorbild gewesen war, sahen nun auf ihn herab.


Paulus passte nicht mehr in die wachsenden Erwartungen der Kirche in Korinth. Sie wünschten sich ihn stärker, dynamischer, charismatischer und insgesamt irgendwie vorzeigbarer. Paulus eignete sich nicht dafür, dass man sich mit seiner Bekanntschaft rühmen wollte. Sein Social Media Feed wäre heute keins, auf dem die Korinther gerne verlinkt werden wollten.


Die Korinther wollten sich von Paulus emanzipieren, da er nicht mehr zu ihnen passte. Ihre Vorstellung von Christsein war glanzvoller, glorreicher und hipper, als die Nüchternheit, die Paulus ausmachte. Doch in ihrem Vorhaben, begannen sie sich um sich selbst zu drehen und vergaßen, wer sie als Kirche waren, woher sie kamen und warum sie da sind.


Wenn Kirche ihren Auftrag aus den Augen verliert, wird sie zu einem selbstgenügsamen Verein.

Eine Kirche wird hochmütig, wenn sie sich aus der Gemeinschaft der Kirchengeschichte lösen will, ganz neu eigene Maßstäbe definieren möchte und der Horizont über den eigenen Tellerrand hinaus fehlt.


Wenn jemand Jesus nachfolgt, ist das kein Alleingang.


Wenn wir an Jesus glauben, wird Jesus nicht ein Teil meines Lebens, sondern wir werden Teil seiner Kirche.

Wenn Kirche zum Einzelgänger wird, hängt sie nicht nur viele ab, sondern sie steht auch Gefahr sich selbst zu hypen und hochmütig zu werden.


Paulus sagt, dass sie nicht vergessen sollen, dass sie nicht die Einzigen sind, die zu Christus gehören. Als Teil der weltweiten, universalen Kirche kann ich nicht nur einfach von meiner ganz individuellen Befindlichkeit ausgehen: „Ich finde aber…“ „Ich hätte es aber gern, dass…“ „Also mir hat das jetzt nichts gebracht.“

Wir werden herausgefordert uns nicht nur um uns selbst zu drehen, sondern auf den Anderen zu achten.


So wie Jesus halt.


Der Grund und der Auftrag der Kirche.


Es geht nicht um Self-Promotion, noch um die Abwertung anderer. Die sich zu Jesus bekennen, gehören zusammen und einen Grund stolz zu sein haben sie allemal.


„Wenn jemand auf etwas stolz sein will, soll er auf den Herrn stolz sein. Und nur weil sich jemand selbst empfiehlt, heißt es noch lange nicht, dass er sich bewährt hat.“ [V. 17]
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